Jugendgottesdienst am 11.11.07
Thema: „Jeden Tag eine gute Tat“
(Aus Vorschlag aus Freiburg)
Auftaktaktion: In der Mitte der Kirche wird eine kleine Baustelle aufgebaut
(Steine, Schubkarre, Schaufeln etc.)
Die Gottesdienstbesucher müssen über Hindernisse steigen, die
2 – 3 Jugendliche stehen aber dabei, reichen die Hand, helfen
Eingangslied:
Eröffnung: Pfarrer / event. Hinweis auf Jungendsonntag, immer am zweiten
Sonntag im November
Kyrie: Herr Jesus Christus, Du schenkst uns vielfältige Gaben und
Fähigkeiten.
Herr Jesus Christus, Deine Worte und Dein Leben sind uns jeden
Tag Vorbild zur guten Tat.
Herr Jesus Christus, durch Deinen lebendigen Geist machst Du uns zu
Bauleuten einer lebenswerten Stadt.
Gloria – Lied:
Tagesgebet: Barmherziger Gott. Du schenkst uns die Kraft zur guten Tat – jeden Tag
Und jeden Augenblick unseres Lebens. Lass uns in diesem Gottesdienst
Erfahren, dass Du uns zur Seite stehst in den Baustellen unseres Lebens
Und Glaubens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Lesung: Jakobusbrief 2,14 – 24.26
Meine Schwestern und Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe
Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten ?
Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das
tägliche Brot und einer von Euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt
und sättigt Euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen,
was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht
Werke vorzuweisen hat. Nun könnte einer sagen: Du hast Glauben, und
Ich kann Werke vorweisen; zeig mir Deinen Glauben ohne die Werke,
und ich zeige Dir meinen Glauben auf Grund der Werke. Du glaubst: Es
gibt nur den einen Gott. Damit hast Du Recht; das glauben auch die
Dämonen, uns die zittern. Willst Du also einsehen, Du unvernünftiger
Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist ?
Wurde unser Vater Abraham nicht auf Grund seiner Werke als gerecht
Anerkannt ? Denn er hat seinen Sohn Isaak als Opfer auf den Altar
Gelegt. Du siehst, dass bei ihm der Glaube und die Werke zusammen-
Wirkten und dass erst durch die Werke der Glaube vollendet wurde.
So hat sich das Wort der Schrift erfüllt: Abraham glaubte Gott, und
Das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde der
Freund Gottes genannt. Ihr seht, dass der Mensch auf Grund seiner
Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Denn wie der
Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke.
Wort des lebendigen Gottes.
? 2. Lesung: 32. Sonntag im Jahreskreis – 2. Thess. 2, 16 – 3, 5
Evangelium: Matthäusevangelium 25, 31 – 40
Aktion: Jugendliche begrüßen sich erfreut und beginnen gemeinsam
Zu werkeln. Sie packen an, räumen den Weg frei.
Ev. kurzer Dialog – in welchem zur Sprache kommt,
dass es auch im Gottesdienst um das konkrete Handeln,
das Mitwirken geht, die gute Tat von unterschiedlichen
Menschen braucht, damit Gottesdienst erlebbar wird.
Eine Schubkarre bleibt vor dem Altar stehen.
Jugendliche: Beim Betreten der Kirche mussten wir über Hindernisse steigen.
Baustellen-Hindernisse, die den Weg zum Gottesdienst versperrten. Das kann ärgerlich sein. Das kennen wir aus unserem Alltag. Es gibt Situationen und Ereignisse, die uns stören, die uns hindern aufeinander zuzugehen. Da braucht es Menschen, die den Weg frei machen, die zupacken. Menschen, die auf gut badisch gesagt: „net schwätze, sondern handle“.
Das gilt auch für unsere Beziehung zu Gott. Er räumt den Weg frei. Er macht den ersten Schritt auf uns zu. Er hilft uns, Schwierigkeiten zu überwinden. Er steht uns in jeder Baustelle unseres Lebens bei. Jeden Tag ermutigt er uns zur guten Tat.
Die Gottesdienstbesucher werden daraufhin gebeten zu überlegen, ob sie in der letzten Zeit eine gute Tat vollbracht haben, an die sich gerne erinnern, diese können sie auf einen Zettel schreiben und in die Schubkarre legen.
Außerdem können sich die Gottesdienstbesucher überlegen, welche gute Tat sie vollbringen könnten in der nächsten Zeit – und auch dies auf einen Zettel schreiben und in die Schubkarre legen.
Anschließend: kurze Ansprache dazu H. Pfarrer ? (Wenn ja könnte man vielleicht nur eine Lesung lesen lassen)
Glaubensbekenntnis:
Gemeinde wird aufgefordert, nach jedem Absatz mit: Ich glaube – zu antworten
Ich glaube an Gott,
weil das Erfahren von Liebe und Begegnungen, Fragen und Zweifeln, Gemeinschaft und Einsamkeit mich auf ich hoffen lässt.
Ich glaube an Gott, der wie ein Vater, Bruder, Freund, wie eine Mutter, Schwester, Freundin für mich da ist.
Ich glaube an Jesus Christus, durch den Gott für uns zur guten Tat geworden ist.
Ich glaube an Jesus Christus, der durch sein Wort und Handeln, durch seine liebende Beziehung mit den Menschen uns einen Weg gezeigt hat, den Weg des Menschlichen.
Ich glaube an Jesus Christus, der sterben musste, weil sein Weg bestehende lebensfeindliche Zustände in Frage gestellt hat; aber sein Tod war nicht Triumph derer, die ihn töteten, sondern der Anfang neuen Lebens.
Ich glaube an den heiligen Geist, an das Leben Gottes in uns, das Gestalt annimmt in der Gemeinschaft derer, die den Weg Jesu gehen wollen und deshalb Kirche, das heißt Gemeinschaft des Herrn, genannt werden.
Fürbitten: Wir antworten: Guter Gott, lass uns füreinander gute Taten sein.
Guter Gott, jeden Tag finden in unserem Alltag Veränderungen statt. Es gilt, Entscheidungen zu treffen. Gib uns den Mut, Unnützes zu erkennen und das Richtige anzunehmen.
Guter Gott, lass uns füreinander „gute Taten“ sein.
Guter Gott, auch die Kirche ist nicht fertig, sondern Baustelle von Menschen, die sich nach Deiner Nähe sehnen. Lass uns mitarbeiten mit unseren Gaben und Fähigkeiten.
Guter Gott, lass uns füreinander „gute Taten“ sein
Guter Gott, auf unserer Erde leben noch immer viele Menschen unter unmenschlichen Bedingungen. Lass uns nie aufhören, solidarisch zu leben und zu handeln, damit sich ihre Lebensräume zum Guten verändern.
Guter Gott….
Guter Gott, immer wieder stoßen wir an unsere eigenen Grenzen, an die Grenzen des Machbaren. Lass uns diese Grenzen als Herausforderung annehmen und modellhaft vorleben, was vielen Hoffnungszeichen in schwierigen Konflikten sein kann.
Guter Gott….
Gabengebet (Vorschlag):
Gott unser Vater, Du schenkst Dich selbst als gute Tat in den Gaben von Brot und Wein. Nimm unsere Hingabe gnädig an und gib, dass wir voller Vertrauen Deine Liebe zu uns feiern. Der Du lebst und Leben schenkst in alle Ewigkeit. Amen
Vater unser: Alle – werden aufgefordert sich an den Händen zu halten.
Friedensgruß: Lied
Nach Kommunion:
Ich bin eine gute Tat !
Du hast mich erschaffen nach Deinem Bild und es ist gut so.
Vor Dir muss ich mich nicht verstellen.
Vor Dir darf ich sein, wie ich bin
Ich bin eine gute Tat.
Du hast mich mit vielen Begabungen beschenkt!
Manche habe ich noch nicht entdeckt.
Sie schlummern noch tief in mir.
Ich bin eine gute Tat.
Du willst, dass ich zum Segen für Andere werde,
da fühle ich mich oft überfordert.
Du hast Geduld mit mir!
Meiner Fehler und Schwächen muss ich mich nicht schämen.
Auch sie gehören zu mir.
Ich bin eine gute Tat.
Du lässt mich nicht allein auf meinem Weg.
Viele sind mit mir unterwegs.
Gemeinsam sind wir gute Taten füreinander und für alle,
die uns künftig noch anvertraut werden.
Ich bin eine gute Tat.
Schlussgebet:
Sei Du, Gott, mit uns auf unserem Weg, damit wir allen Menschen mit Respekt begegnen, damit wir zuversichtlich mit wachen Augen durch die Welt gehen, höflich sind und da helfen, wo es notwendig ist; damit wir nichts halb machen und auch in Schwierigkeiten nicht aufgeben; damit wir eine eigene Meinung entwickeln und für diese einstehen, damit wir sagen was wir denken und tun was wir sagen. Damit wir einfach und umweltbewusst leben und zu unserer Herkunft und unserem Glauben stehen. Bei allem, wofür wir stehen und was wir tun, vertrauen wir darauf, dass Du uns nahe bist, uns unterstützt und trägst.
Amen
Segen: Pfarrer