Jugendvesper 09.03.08 in Herz Jesu

Thema: „Freiheit“

 

An den Bänken sollen mit Helium gefüllte Luftballons hängen mit Zetteln daran

  

Anfang:  Szene gespielt von Tanja als Mutter und David als Kind – Diskussion um Heimkehrzeit

 

Lied: „Wir träumen einen Traum“

 

Begrüßung: David

 

Kyrie:  

Herr, wir stehen hier vor Dir und machen uns Gedanken über „Freiheit“ – manchmal nutzen wir Freiheiten

            aus und verletzen damit unsere Mitmenschen – Herr erbarme Dich

            Herr, ein freier Mensch zu sein, fühlt sich sehr gut an, ohne es zu wollen schränken auch wir schon die

            Freiheit Anderer ein  -  Christus erbarme Dich

            Herr, manchmal sind wir einfach Gedankenlos – Herr erbarme Dich

 

Lied:  „Der Himmel geht über Allen auf“

 

Gebet/ Einstieg:

                                    Wir haben uns Gedanken gemacht, was „Freiheit“ für uns bedeutet:

                                   à Freiheit ist…          seine eigene Meinung zu äußern

à               seinen Gedanken freien Lauf lassen zu dürfen

à               sich selbst zu verwirklichen

à               alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen

à               einfach mal die Seele baumeln zu lassen

à               sich selbst Grenzen zu setzen

 

Lied: „Zugehört“

 

Evangelium:  

 

Wir hören Worte aus dem Johannes Evangelium:  8, 31 – 36

                        Zu diesen Juden, die nun an ihn glaubten, sagte Jesus: „Wenn Ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich Euch gesagt habe, dann gehört ihr wirklich zu mir. Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch befreien.

 

Aktion:  Geschichte von der Maus:

Zwei Jungen im Alter, in dem man gerne grübelt und auf viele Fragen wenige Antworten erhält, kamen auf die Freiheit des Menschen zu sprechen.

„Ich finde es zum Heulen“, sagte der eine, „dass man scheinbar tun kann, was man will, und am Ende erwischt einen doch die Notwendigkeit.“

„Ja“, bestätigte der andere, „es ist zum Verzweifeln. Mir fällt dabei immer die Situation einer Maus ein, die sich einmal in unseren Keller verirrt hatte.  Jemand ließ die Katze in den Keller und nun begann es: Die Katze sprang zu und verfehlte die maus – aber nur zum Spiel. Sie wusste ja, die Beute war ihr sicher. Die Maus flitzte von Ecke zu Ecke im panischen Versuch, sich zu retten, aber da war kein Ausweg.“

„Und dann? Was geschah dann ? Wurde sie gefressen ?“

„Nein, Vater öffnete die Tür“

 

Gedanken dazu: 

 

Psalm 124,7

Zuerst lese ich Euch einen Psalm vor:

Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers, das Netz ist zerrissen, und wir sind frei

 

Das Bild des Vogels, der aus den Netzen geflüchtet ist, sagt mir etwas. Manchmal fühle ich mich in meinem eigenem Leben gefangen.

 

Fliegen zu können, wie später unsere Luftballons, das ist ein alter Menschheitstraum der unsere Sehnsucht nach Freiheit deutlich zeigt.

 

Heute leben wir in einer Gesellschaft, die uns durch Gesetze, Regeln und gesellschaftliche Erwartungen einengt.

 

Ich will frei sein und selbst jeden Tag Entscheidungen für mich treffen. Will ich einen Freund haben oder nicht, welchen Beruf will ich mal ausüben? – die Prüfung naht und ich bin nicht sicher, ob ich mich für den richtigen Weg entscheide. Soll ich auf eine weiterführende Schule gehen oder doch lieber eine Ausbildung machen.

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual, und wenn ich jede Entscheidung selbst treffen möchte muss ich auch die Konsequenzen tragen.

 

Im Psalm heißt es ja:

Unsere Seele ist wie ein Vogel im Netze des Vogelfängers…

 

Vogelfänger: das ist meine Angst, die Angst davor zu versagen, die Erwartungen von anderen nicht zu erfüllen?

 

Vogelfänger: das ist meine Unsicherheit, ob die anderen mich mögen oder nicht…

 

Ich möchte eig frei sein wie ein Vogel, aber ich enge mich ein, ich selbst verhindere so eine Entfaltung, verhindere sozusagen das Fliegen !!!

 

Ich klammere mich an Dinge, von denen ich doch weiß, dass ich sie einmal loslassen muss. Kein anderer Mensch kann mich einsperren, außer ich selbst.

 

Manchmal muss ich mein Leben kritisch prüfen: Warum sperre ich mich selber ein? Ich muss mir klar werden, was für mich das Wichtigste ist. Passen mein Denken und was ich fühle, mein Glauben und meine Überzeugungen zu dem Leben, das ich führe?

 

Gott hat uns die Entscheidung für oder gegen ihn freigestellt – manche denken, er wolle uns durch seine Gebote einengen. Gott hat uns die Gebote gegeben, damit es uns gut geht, wir uns nicht gegenseitig bestehlen, uns die Freunde ausspannen oder uns weh tun. Könnt ihr Euch einen Verein vorstellen, der keine Regeln hat – wie würde z.B. ein Fußballspiel ablaufen, wenn keiner wüsste, welche Position er hat – obwohl, dann würde vielleicht der Schiedsrichter mehr  Tore schießen ???

 

à Herr, ich möchte mein Leben selbst in die Hand nehmen um frei zu werden.

 

Aktion: „Luftballons“

Die Gottesdienstbesucher werden aufgefordert, auf Zettel zu schreiben, was für sie Freiheit bedeutet, ein Teil der Zettel wird vorgelesen.

Am Ende des Gottesdienstes werden die Zettel an heliumgefüllte Luftballons befestigt und gemeinsam steigen lassen.

 

 

Lied:Über den Wolken“

 

 

Glaubensbekenntnis:  

 

 

Wir sprechen ein alternatives Glaubensbekenntnis, es wäre schön, wenn die Gemeinde nach jeder Passage mit: Ja, wir glauben an Dich – antworten würde:

 

Gott! Ich sehe Dich nicht; und ich begreife Dich nicht und Dein Name ist unfassbar

Dennoch bist Du für mich wie Licht, heller als die Sonne und unendlich höher als der Himmel.

Ja, ich glaube an Dich   Gemeinde: Ja, wir glauben an Dich

 

Gott! Du bist wie ein Vater, Du bist wie eine Mutter, stark und geduldig, aber unendlich mehr als Mutter und Vater zusammen. Du kennst den Weg, der gut ist und zum Ziel führt. Du begleitest uns, dass wir das Ziel finden.

Ja, ich glaube an Dich   Gemeinde: Ja, wir glauben an Dich

 

Gott! Wie kann das sein? Ich habe gehört: Du bist ganz oben, in der Herrlichkeit des Himmels; und Du bist auch ganz unten, in der Not, wo Menschen leben, leiden und sterben. Ich habe von Jesus gehört, von seiner Liebe zu Allen, also auch zu mir; und davon, dass er mit Dir sprechen konnte wie ein Kind zu seinem Vater. Bist Du also

Vater;….. und Sohn ? Du wunderbares Geheimnis.

Ja, ich glaube an Dich   Gemeinde: Ja, wir glauben an Dich.

 

Gott! Ich möchte mit Dir reden können, wie Jesus es getan hat. Wenigstens ein bisschen. Ich bitte Dich darum, gib mir Deinen Geist. Gib mir Deine Liebe. Ich habe gehört, dass uns Jesus dies versprochen hat.

Ja, ich glaube an Dich   Gemeinde: Ja, wir glauben an Dich.

  

Lied mit den anwesenden Kommunionkindern: „Wir sind Gottes Saat“

 

Fürbitten:

  1. Lieber Gott, es gibt viele verschiedene Arten und Definitionen von Freiheit. Bitte hilf uns, die Freiheit Anderer zu respektieren und unsere eigene Freiheit zu schätzen – Wir bitten Dich erhöre uns

  2. Herr, wir wollen an all jene denken, die in Freiheit  sind. Mehr Menschen als wir denken, sind nicht frei oder fühlen sich nicht frei. Sie sind entweder durch ein Regime eingeengt, in Süchten gefangen  oder werden unterdrückt. Lass sie die Hoffnung nicht verlieren und den Glauben an Dich finden.

  3. Guter Gott, Du hast uns die Freiheit geschenkt, hilf uns verantwortungsvoll mit ihr

umzugehen. 

 

 Vater unser: Alle

 

Friedenslied:  „Keinen Tag soll es geben“

 

Schlussgebet:   Fliegen

Freiheit

Weite

Unabhängigkeit

 

Fliegen möchte ich

Einfach davonfliegen

Alles hinter mir lassen

 

Fliegen möchte ich

Die Sorgen um meine berufliche Zukunft

Die Probleme meiner Familie

Den Stress bei der Arbeit

 

Fliegen möchte ich

Ausbrechen aus dem Alltagstrott

Abstand gewinnen vom Einerlei

Loslassen von falschen Sicherheiten

 

Fliegen möchte ich

Eine andere Perspektive wahrnehmen

Einen anderen Blickwinkel haben

Frei von allen Zwängen

 

Fliegen

Davonfliegen

 

Segen: Wir wünschen uns dass Euch unsere Worte, unsere Texte angesprochen haben und Euch anregen, über die Freiheit nachzudenken und auch von Ihr zu träumen. Unser aller Gott wünscht sich, dass wir uns in aller Freiheit für ihn entscheiden, weil es gut für uns ist.

Es  segne Euch der Dreifaltige Gott:

 

Lied: „Geh neue Wege“